Vorsicht beim Dispokredit

Überzogenes Konto als Dispokredit oder Kredit?

Unter dem Dispokredit – auch Dispositionskredit genannt – versteht man eine geduldete Überziehung des Kontos in einem Rahmen, der von der Bank zuvor eingeräumt wurde.

Ist ein regelmäßiger Gehaltseingang zu verzeichnen, dann macht der Dispokredit üblicherweise eine Größenordnung von zwei bis drei Monatsgehältern aus. Für den Dispositionskredit verlangt die Bank Zinsen, die solange berechnet werden, solange das Konto überzogen ist.

Der Dispokredit bedeutet für Banken „Geld verdienen“!

Überzogenes Konto oder lieber einen Kredit aufnehmen?Gerade die Überziehung des laufenden Kontos ist eine kostspieliege Angelegenheit. Nicht selten berechnen die Banken vor Ort einen Dispozinssatz von über 15%. Bei anhaltender Überziehung fallen dabei enorme Zinszahlungen an.

Doch anders als die klassischen Raten- und Sofortkredite, die mit immer niedrigeren Zinsen aufwarten können und bei denen häufig eine regelrechte Preisschlacht um die günstigsten Zinsen entbrennt, wird der Zins für den Dispokredit von den Banken keinesfalls als Verkaufsargument genutzt. Dabei variieren die Dispozinsen durchaus in einer maßgeblichen Größenordnung. Als Verbraucher gilt es deshalb, einen Blick auf die Dispositionszinsen zu werfen und unter Umständen auf eine Bank mit günstigeren Zinsen auszuweichen oder den Dispokredit mit einem günstigen Ratenkredit auszugleichen – denn die Zinsdifferenz schlägt durchaus mit einer nennenswerten Größenordnung zu Buche und macht einen größeren Kostenfaktor aus, wenn man sie nicht im Auge behält.

Selbst die günstigen Direktbanken können in Bezug auf den Dispozins sehr gut mit den Filialbanken mithalten – sie stehen ihnen in der Höhe der Zinsen oft keinesfalls nach. Allerdings gibt es auch hier (nur wenige) rühmliche Ausnahmen, die niedrige Zinsen für den Dispokredit verlangen.